Zu Ostern gibt es nichts Besseres als selbstgemachten Eierlikör. Natürlich kann man den mittlerweile überall kaufen – aber der selbstgemachte schmeckt eben doch anders…und vor allem besser! Ich habe häufig das Problem, dass der Eierlikör im Rachen „brennt“. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich dieses Rezept hier so verändert hatte, dass man den Eierlikör genießen kann. Also, wer Lust hat sich mal auszuprpobieren: Los geht’s!

Zutaten (für ca. 1,2 Liter):

  • 8 Eigelb
  • 250g Puderzucker
  • 375ml Kondensmilch (10%ig)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder Vanillemark von 1 Schote)
  • 250ml Rum

Die Wahl des Rums ist der entscheidende Faktor. Ich nehmen im Vergleich relativ milden Asmussen mit 40 %. Man kann natürlich auch andere Sorten nehmen, wie etwa Korn. Das ist mir persönlich aber alles zu brennig!

Zubereitung:

Eigelb und Vanillezucker schaumig schlagen. Das kann gut schon mal 5-6 min dauern, die Masse soll schön luftig sein. Anschließend auf kleinerer Stufe den Puderzucker einrühren und die Kondensmilch dazugeben. Nun das Ganze in einer Metallschüssel über dem Wasserbad erhitzen. Hierzu in einen Topf ca. 3-4 cm Wasser füllen, dieses zum köcheln bringen und dann die Metallschüssel oben drauf. Die Schüssel soll nicht im Wasser schwimmen, ideal ist es wenn die Schüssel etwas größer ist als der Topf.

Nun unter Rühren das Gemisch erhitzen. Von Vorteil ist es, wenn man ein Thermometer zur Hand hat. Das Ganze sollte nicht heißer als 60-70 Grad werden, denn dann flockt das Ei und alles ist hinüber. Nun ca. 8-10 min über dem Wasserbad erhitzen. Das tötet die meisten Keime und macht den Likör dann auch etwas haltbarer.

Kleiner Hinweis: Umso höher die Temperatur und umso länger das Gemisch auf dem Herd ist, umso dicker wird dann der Likör. Entweder ihr möchtet ihn schön dick, dann lasst beim Einfüllen in die Flaschen oben noch Luft- wenn man den Likör nicht herausbekommt kann man dann zur Not noch Milch einfüllen und gut schütteln. Oder aber ihr lasst das Ganze nicht so lange auf dem Herd, dann wird es beim Abkühlen auch nicht zu dick. Das ist eine Gratwanderung und man muss auch ein bisschen Glück haben, dass man im richtigen Moment aufhört. Der Schein trügt – auch wenn der Likör in der Schüssel noch dünn ist, so wird er beim Abkühlen richtig dick 😉

Zum Schluss noch den Rum hinzugeben und alles gut verrühren, dann zügig in die Flaschen einfüllen. Ich benutze dafür einen kleinen Trichter, den ich mal im Baumarkt gekauft habe.

Zum Schluss die Flaschen noch verzieren/ beschriften und fertig ist das Ostergeschenk. Oder gleich selbst trinken 😀 Viel Spaß beim Nachkochen!

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